Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus

Author: Wilhelm Vossenkuhl

Publisher: Oldenbourg Verlag

ISBN: 3050050349

Category: Philosophy

Page: 343

View: 2240

DOWNLOAD NOW »
1921 erschien der 'Tractatus logico-philosophicus' unter dem Titel „Logisch-Philosophische Abhandlung“ erstmals; ein Jahr später dann in deutsch-englischer Version unter dem geläufigen Titel. Seit seinem Erscheinen gilt dieses einzige von Wittgenstein selbst veröffentlichte Buch als schwierig und rätselhaft. Für einen Logiker wie Russel schien es eher ein Beitrag zur Mystik als einer zur Logik zu sein. Es ist nicht verwunderlich, daß dieses Buch von Mißverständnissen verfolgt wurde. Erst allmählich wurden die Tiefe, die Bedeutung und die philosophischen Dimensionen des Textes erkennbar. Der Tractatus ist einer der wenigen Schlüsseltexte der zeitgenössischen Philosophie. Seine Bedeutung für Logik, Sprachphilosophie und Metaphysik ist größer, als dies noch vor zwei Jahrzehnten vermutet wurde. Die Beiträge in diesem Band sind mit wenigen Ausnahmen bisher unveröffentlicht. Sie sollen einen Zugang zum Tractatus vermitteln und dessen Verständnis vertiefen.

Logisch-Philosophische Abhandlung

Tractatus Logico-Philosophicus

Author: Ludwig Wittgenstein

Publisher: Suhrkamp Publishers

ISBN: N.A

Category: Logic, Symbolic and mathematical

Page: 310

View: 818

DOWNLOAD NOW »

Der Sinnbegriff in Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus

Author: Waldemar Kunz

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638528715

Category: Philosophy

Page: 16

View: 5470

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Philisophisches Seminar), Veranstaltung: Seminar (Interpretationskurs) : Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus und Philosophische Untesuchungen., 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wegen seiner beständigen Überzeugung, die in dem oben angeführten Zitat zum Ausdruck kommt, dass philosophische Probleme in der Sprache wurzeln, nimmt der Sinnbegriff in Wittgensteins Werk eine zentrale Stellung ein. In der vorliegenden Arbeit werde ich versuchen, den Sinnbegriff im „Tractatus logico-philosophicus“ in seinen zentralen Aspekten darzustellen. Wittgensteins Auseinandersetzung mit der philosophischen Diskussion zur Zeit der Entstehung des Tractatus auf den Gebieten der Logik und der Sprache, vor allem mit Arbeiten von Frege und Russel, spielte für die Entstehung der Gedanken des Tractatus eine bedeutende Rolle. Das bringt Wittgenstein auch selbst im Vorwort des Tractatus zum Ausdruck: „Nur das will ich erwähnen, dass ich den großartigen Werken Freges und den Arbeiten meines Freundes Herrn Bertrand Russell einen großen Teil der Anregung zu meinen Gedanken schulde“. Deswegen werde ich als ersten Schritt im nächsten - zweiten - Kapitel kurz einige Gedankengänge aus Freges und Russels Arbeiten darstellen, vor deren Hintergrund Wittgensteins Sinnbegriff besser zu verstehen sein wird. Im Kapitel drei werde ich dann in drei Unterkapiteln die eigentliche Auffassung des Sinnbegriffs im Tractatus darstellen. Nach der Schilderung einiger eher allgemeiner Aspekte dieses Begriffs im Kapitel 3.1 werde ich mich in den Kapiteln 3.2 und 3.3 zwei zentralen Aspekten zuwenden, und zwar dem Prinzip der Bipolarität (Kapitel 3.2) und der Forderung nach der Bestimmtheit des Sinns (Kapitel 3.3). Ich werde dabei, soweit es mir gelingt, versuchen, die im Tractatus implizit enthaltene Argumentation für diese Aspekte des Sinnbegriffs aufzufinden. Im Kapitel 4 werde ich kurz die Folgen dieser Aspekte für den Status von einigen Klassen von Sätzen darstellen. Und im abschließenden fünften Kapitel, werde ich einen kurzen Blick werfen auf die Änderungen von Wittgensteins Meinungen in Bezug auf die hier erörterten Aspekten des Sinnbegriffs in seiner Spätphilosophie.

Die Bildtheorie in Wittgensteins „Tractatus logico-philosophicus“

Author: Herbert Hofmann

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640743113

Category: Philosophy

Page: 7

View: 4054

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 1992 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: keine, Universität Hamburg (Philosophisches Seminar ), Sprache: Deutsch, Abstract: Ob die Bildtheorie im TLP in der Tat – so wie manche Autoren behaupten – „ein Schlüssel zur Gesamtauslegung“ des ersten philosophischen Werkes von Ludwig Wittgenstein ist, sei dahingestellt. Tatsache scheint jedoch, dass die findigsten Köpfe des Menschengeschlechtes die Kluft zwischen der Welt und dem Bild, das wir uns von ihr machen, schon seit Äonen zu überwinden suchen.

Tractatus Logico-Philosophicus (The original 1922 edition with an introduction by Bertram Russell)

Author: Ludwig Wittgenstein

Publisher: e-artnow

ISBN: 8074849821

Category: Philosophy

Page: 91

View: 5198

DOWNLOAD NOW »
The Tractatus Logico-Philosophicus is the only book-length philosophical work published by the philosopher Ludwig Wittgenstein in his lifetime. It was an ambitious project: to identify the relationship between language and reality and to define the limits of science. It is recognized as a significant philosophical work of the twentieth century. Wittgenstein wrote the notes for Tractatus while he was a soldier during World War I and completed it when a prisoner of war at Como and later Cassino in August 1918. It was first published in German in 1921 as Logisch-Philosophische Abhandlung. Tractatus was influential chiefly amongst the logical positivists of the Vienna Circle, such as Rudolf Carnap and Friedrich Waismann.

Wittgensteins Bildtheorie im Tractatus-logico philosophicus unter besonderer Berücksichtigung der abbildenden Beziehung

Author: Jens-Philipp Gründler

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638466426

Category: Philosophy

Page: 27

View: 6667

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar: Wittgenstein - Tractatus-logico philosophicus, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im folgenden soll zunächst die von Ludwig Wittgenstein im Tractatus logico-philosophicus entwickelte Bildtheorie dargestellt, untersucht und erläutert werden, um daraufhin, spezifischer werdend, von der Natur der, in der Bildtheorie enthaltenen, „abbildenden Beziehung“ zwischen Bild und Wirklichkeit handeln zu können. Im Rahmen dieses Vorhabens ist es notwendig, eine Verbindung der imTractatusvorgestellten Gedanken zur Bildtheorie zu früheren und späteren Äußerungen Wittgensteins gegebenenfalls dann herzustellen, wenn einzelne besondere Aspekte der Theorie zum einen besser verständlich gemacht werden sollen, oder wenn andererseits Anknüpfungspunkte zu suchen und zu finden sind, deren Erwähnung sowie Deutung einer angemessenen Darstellung unterstützende Hilfe leisten könnten. Deshalb werden außer der Bildtheorie im allgemeinen, die sich in erster Linie über die Sätze 2.1 bis 2.225 erstreckt, und der „abbildenden Beziehung“ im besonderen, deren Kern in den Sätzen 2.15 bis 2.17 stecken mag, auch Einträge Wittgensteins in seine Tagebücher der Jahre 1914 bis 1916 und hilfreiche Paragraphen derPhilosophischen Untersuchungenzur Interpretation und Erklärung herangezogen werden. Ebenfalls wird es im Interesse einer möglichst fokussierten Klärung der Probleme Not tun, verschiedene Forscherpositionen bezüglich der zu besprechenden Sätze Wittgensteins in dieser Untersuchung zu Rate zu ziehen. Hierbei wird die Rede vor allem auf die Autoren Ammereller, Pitcher, Anscombe und Stenius gehen, die allesamt erhellende Bemerkungen zur Bildtheorie niedergeschrieben haben, deren Eckpunkte an dieser Stelle knapp skizziert werden sollen, um im Hauptteil dieser Arbeit ausführlicher darauf zurück kommen zu können.

Tractatus Logico Philosophicus

Author: Ludwig Wittenstein

Publisher: Simon and Schuster

ISBN: 1625585144

Category: Philosophy

Page: 55

View: 1223

DOWNLOAD NOW »
"Tractatus Logico-Philosophicus may be the most important book of philosophy written during the twentieth century. Wittgenstein's writing style is clear, succinct, and accessible. Bertrand Russell claimed that "I cannot see any point on which it is wrong. But to have constructed a theory of logic which is not at any point obviously wrong is to have achieved a work of extraordinary difficulty and importance." Required ready for anyone interested in philosophy." Wilder Publications is a green publisher. All of our books are printed to order. This reduces waste and helps us keep prices low while greatly reducing our impact on the environment.

Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus"

Author: Christian Dörnte

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 366845759X

Category: Philosophy

Page: 22

View: 1990

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Bergische Universität Wuppertal (Philosophisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Thema dieser Hausarbeit ist das Verhältnis der Begriffe Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus". Um das Verhältnis dieser Begriffe untereinander zu analysieren, befasse ich mich in Kapitel 1 mit der Frage nach dem logischen Denken und der nach dem logischen Bild, um zu klären, was Wittgenstein zufolge unter einem Gedanken zu verstehen ist. In Kapitel 2 geht es um die Unterscheidung von sinnvollen, sinnlosen und unsinnigen Sätzen und darum, warum nur sinnvolle Sätze eine Beschreibung der Welt liefern können. Interessanterweise bezeichnet Wittgenstein seine eigenen Sätze, d. h. die des Tractatus, als unsinnige Sätze. Daher soll in Kapitel 3 die Frage danach beantwortet werden, was der Fall sein muss, damit wir diese als unsinnige Sätze erkennen können. Eine weitere Frage, die sich daraus ergibt, ist, ob wir diese Sätze überhaupt verstehen können.

Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus als Literaturtheorie

Author: N.A

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638818977

Category: Philosophy

Page: 16

View: 1079

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im ersten Teil wird Wittgensteins "Tractatus" dargestellt, im Folgenden wird daraus eine Theorie des fiktionalen Satzes abgeleitet.

Gedanken, Sprache, Bilder und Grenzen. Eine Erarbeitung des "Tractatus logico-philosophicus"

Author: Arlind Oseku

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3668402345

Category: Philosophy

Page: 14

View: 3140

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Universität Siegen (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Wittgenstein - Tractatus logico-philosophicus, Sprache: Deutsch, Abstract: Ein kurzer Blick auf die Biografie Wittgensteins soll in dieser Hausarbeit dazu dienen, zu verstehen, welche Motivationsgründe er wohlmöglich gehabt hat, den "Tractatus logico-philosophicus" zu schreiben. Der "Tractatus logico-philosophicus" besitzt kein Inhaltsverzeichnis. Dennoch kann man anhand der Begriffe, denen sich Wittgenstein widmet und die er zu definieren versucht, Themenschwerpunkte erkennen. Ludwig Wittgensteins erster Hauptgedanke über die Welt ist: „Die Welt ist alles, was der Fall ist“. Er bezieht sich somit auf alle Sachverhalte in der Welt. Man kann die Welt bestimmen, indem man alle Tatsachen aufzählt. Das Bild ist ein wesentlicher Bestandteil Wittgensteins Gedanken und Grundlage seiner Abbildtheorie der Bedeutung. Die Sätze werden dadurch wahr, dass ihnen in der Welt etwas entspricht. Wittgenstein knüpft an den dritten Hauptsatz „Das logische Bild der Tatsachen ist der Gedanke“ an, indem er in Satz 4 schreibt: „Der Gedanke ist der sinnvolle Satz" Und mit dem folgenden Satz „Die Gesamtheit der Sätze ist die Sprache“ kommt er auf sein eigentliches Interesse im "Tractatus logico-philosophicus" zu sprechen, nämlich die Sprache.

Tractatus Logico Philosophicus

Author: Wittgenstein Ludwig Wittgenstein

Publisher: Linkgua digital

ISBN: 8499538762

Category:

Page: N.A

View: 9436

DOWNLOAD NOW »
Perhaps this book will be understood only by someone who has himself already had the thoughts that are expressed in it—or at least similar thoughts.—So it is not a textbook.—Its purpose would be achieved if it gave pleasure to one person who read and understood it. The book deals with the problems of philosophy, and shows, I believe, that the reason why these problems are posed is that the logic of our language is mis- understood. The whole sense of the book might be summed up the following words: what can be said at all can be said clearly, and what we cannot talk about we must pass over in silence.

The Enchantment of Words

Wittgenstein's Tractatus Logico-Philosophicus

Author: Denis McManus

Publisher: Clarendon Press

ISBN: 019161503X

Category: Philosophy

Page: 288

View: 4317

DOWNLOAD NOW »
Recent years have seen a great revival of interest in Wittgenstein's early masterpiece, the Tractatus Logico-Philosophicus. The Enchantment of Words is a study of that book, offering novel readings of all its major themes and shedding light on issues in metaphysics, ethics and the philosophies of mind, language, and logic. McManus argues that Wittgenstein's aim in this deeply puzzling work is to show that the 'intelligibility of thought' and the 'meaningfulness of language', which logical truths would delimit and metaphysics and the philosophy of mind and language would explain, are issues constituted by confusions. What is exposed is a mirage of a kind of self-consciousness, a misperception of the ways in which we happen to think, talk and act as reasons why we ought to think, talk and act as we do. The root of that misperception is our confusedly endowing words with a life of their own: we 'enchant', and are 'enchanted by', words, colluding in a confusion that transposes on to them, and the world which we then see them as 'fitting', responsibilities that are actually ours to bear. Such words promise to spare us the trouble, not only of thinking, but of living. In presenting this view, McManus offers readings of all of the major themes of the Tractatus, including its discussion of logical truth, objects, names, inference, subjectivity, solipsism and the ineffable; McManus offers novel explanations of what is at stake in Wittgenstein's comparison of propositions with pictures, of why Wittgenstein declared the point of the Tractatus to be ethical, of how a bookwhich infamously declares itself to be nonsensical can both clarify our thoughts and require of us that we exercise our capacity to reason in reading it, and of how Wittgenstein later came to re-evaluate the achievement of the Tractatus.

Der "Tractatus logico-philosophicus" des Philosophen Ludwig Wittgenstein

Author: Sigrid Lang

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640169093

Category: Education

Page: 7

View: 1831

DOWNLOAD NOW »
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 2, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Erziehungswissenschaften), Veranstaltung: Logik und Hermeneutik – Zur Methodenfrage in den Geistes- und Sozialwissenschaften, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Tractatus logico-philosophicus ist das wohl bedeutendste und größte Werk des Philosophen Ludwig Wittgenstein. Durch dieses Werk war er von großer Bedeutung für den logischen Positivismus oder logischen Empirismus. Diese Denkrichtung war eine von zweien, zu denen er den Anstoß gegeben hatte. (vgl. Wright 1986, S. 23) Begonnen hatte Wittgenstein sein Werk bereits vor 1914, vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges und vor seinem 26. Lebensjahr. Der älteste Teil ist der der Logik. Dann, an der Ostfront im Herbst 1914, beschäftigte er sich mit dem Wesen eines sinnvollen Satzes. Auf die Idee dazu kam Ludwig Wittgenstein durch einen Zeitungsartikel über einen Autounfall, wo vor Gericht ein Miniaturmodell des Unfalls gezeigt wurde. Dadurch kam er darauf, den Satz als Modell oder Bild zu sehen. Seine Struktur ist Wittgensteins Ansicht nach ein Bild einer möglichen Verbindung von Elementen der Wirklichkeit. Während er im August 1918 auf Heimaturlaub war, vollendete er das Werk. Als er im Oktober 1918 gefangen genommen wurde und in ein italienisches Lager kam, hatte er sein Manuskript bei sich. Noch während er dort war, setzte er sich in Verbindung mit Russell, einem Freund und ließ ihm die Seiten zu kommen. Gewidmet ist der Text David Pinsents, einem Freund Wittgensteins, der im Krieg gefallen ist. (vgl. ebd., S. 29 f.) Der Titel des Tractatus war ursprünglich Logisch-philosophische Abhandlung. Wittgenstein selbst hatte seinem Manuskript diesen Namen gegeben. Erst durch die zweisprachige Ausgabe wurde der lateinische Titel bekannt. Vorgeschlagen hatte ihn G.E. Moore. Ludwig Wittgenstein benutzte ihn nie, sondern sprach immer nur von der Logisch-philosophischen Abhandlung. Trotzdem etablierte sich der fremdsprachige Name und wurde beibehalten (vgl. Vossenkuhl 2001, S. 2) Bis heute ist der Tractatus das bekannteste der Werke Ludwig Wittgensteins. Auch weil es das einzige Buch ist, das er selbst veröffentlicht hat. Heute gilt der Tractatus als wichtigster Text zur philosophischen Logik. Die Veröffentlichung dieser Abhandlung gestaltete sich als schwierig. Bereits kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begann Wittgenstein das Manuskript mehreren Verlagen anzubieten. (...)

Alles ist Spiel

zur Geschichte der Auseinandersetzung mit einer Utopie der Moderne

Author: Jörg Neuenfeld

Publisher: Königshausen & Neumann

ISBN: 9783826029844

Category: Civilization, Modern

Page: 212

View: 4798

DOWNLOAD NOW »
Die Moderne erliegt seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert in immer stärkerem Maße der Faszinationskraft des Spiels, die sich nicht zuletzt in der modischen, aber indifferenten Formel ausdrückt: "Alles ist Spiel." Die Spielkategorie dient dabei als Grundlage für die Selbstbeschreibungen moderner Gesellschaften. Ihr wird nichts Geringeres zugemutet, als eine sich ausdifferenzierende und unübersichtliche Lebenswelt in ihrer Gesamtheit zu beschreiben und noch einmal in den Griff zu bekommen. Diese Hoffnung auf gelingende Selbst- und Weltbemächtigung angesichts moderner Entfremdungserfahrungen findet sich bereits am Anfang der ästhetischen Begründung des Spielbegriffs um 1800. Dieser gewinnt seine herausragende Bedeutung gerade in Verbindung mit Identitätsstiftungsproblemen in der Moderne. Im und mit dem Spiel soll eine punktuelle Freiheitserfahrung und gelingende Ich-Konstitution erreicht werden, die Voraussetzung für ein geglücktes Weltverhältnis ist. Diese Utopie des Spiels, die ein unentfremdetes Leben verspricht, ist unlösbar mit seiner begrifflichen Erfolgs-geschichte verbunden. Die stets wiederkehrende Aktualisierung des emanzipatorischen Po-tentials macht aus dem Spielbegriff eine wichtige ideengeschichtliche Klammer, die wesentliche Konzeptionen des späten 18. Jahrhunderts noch mit Theorien der Postmoderne verbindet.